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… ist im Einleitungstext „Der schwache Glaube“ alles gesagt. Die Homepage www.der-schwache-glaube.de ist auf die Blog-Seite umgezogen.
Zur Internet-Präsenz gehören Twitter und Facebook. Wenn ich auf interessante Links stoße, dann twittere ich sie meistens. Auf der Seite von Facebook reagiere ich auf das, was andere schreiben oder ich poste mal ein Bild, manchmal auch ein Hinweis auf neu eingestellte Beiträge.

Bildschirmfoto 2015-01-18 um 10.28.29

Hinweis: http://wirsindcharlie.de

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Neuer Blick auf die Pilze, Rezension, Angelika Fleischer, Spenge 2018

Zu:

Robert Hofrichter: Das geheimnisvolle Leben der Pilze, Die faszinierenden Wunder einer verborgenen Welt, Gütersloher Verlagshaus, 2. Auflage 2017, ISBN 978-579-08676-7, Preis: 19,99 Euro

Das geheimnisvolle Leben der Pilze von Robert Hofrichter

Der Autor Robert Hofrichter (geb. 1957) ist ein österreichischer Zoologe, Biologe, Naturschützer, Journalist und Naturfotograph, der sich für die faszinierende Welt der Pilze im Untergrund seit seiner Kindheit interessiert und den das Thema in all den Jahren nicht losgelassen hat, so ließt man es auf dem Buchdeckel.

Dieses Pilzbuch ist anders, als die vielen Bestimmungsbücher, die man in den Buchläden findet. Es beschäftigt sich sehr ausführlich mit dem Leben der Pilze, der dritten großen Ausprägung höheren Lebens, neben Pflanzen und Tieren.

Man durchstreift mit dem Autor die Wälder auf der Suche nach den Formen, dem Vorkommen, der Historie, dem Zusammenspiel mit Pflanzen und Tieren und deren gegenseitiger Abhängigkeit. „Neuer Blick auf die Pilze, Rezension, Angelika Fleischer, Spenge 2018“ weiterlesen

Als Dichter nur Narren? Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018

Zu: Katharina Grätz, Sebastian Kaufmann (Hrsg.): Nietzsche als Dichter, Lyrik-Poetologie-Rezeption, Unter redaktioneller Mitarbeit von Armin Thomas Müller, Milan Wenner, in: Andreas Urs Sommer u. a. (Hrsg.): Nietzsche Lektüren, Band 1, De Gruyter, Berlin/Boston 2017, gebunden, 488 Seiten, ISBN 978-3-11-051888-7 (print), Preis: 129,95 Euro

Die Tagung der „Klassik Stiftung Weimar“ zum Thema „Nietzsche als Dichter“ war als 2. Forum Junger Nietzscheforschung ausgeschrieben und fand vom 23. bis 28. März 2015 in Oßmannstedt bei Weimar statt. Das Tagungsprogramm findet sich im Internet unter http://www.klassik-stiftung.de/uploads/tx_lombkswmargcontent/2._Forum_Junger_Nietzscheforschung___Nietzsche_als_Dichter.pdf.

Die Einführung des Buches geht ganz auf inhaltliche Aspekte ein und lässt Fragen der Edition bzw. einen Rückblick auf die Veranstaltung außen vor. Das Buch enthält 20 Aufsätze, von denen sechs im Tagungsprogramm nicht enthalten sind. Auch ein Verzeichnis der Autorinnen und Autoren mit einer Kurzinfo zur Person fehlt. Am Ende des Buches findet sich allerdings ein Namensregister. „Als Dichter nur Narren? Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018“ weiterlesen

Paulus in Rom – eine narrative Exegese, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018

Zu:

Gerd Theißen: Der Anwalt des Paulus, Gütersloher Verlagshaus, ISBN: 978-3-579-08540-1. 19,99 Euro (print)

Der Anwalt des Paulus von Gerd Theissen

Professor Gerd Theißen (geb. 1943) war in den siebziger Jahren Enfant terrible der Exegese des Neuen Testaments. Er ergänzte die damals an die Grenzen der Erkenntnismöglichkeit geratene historisch-kritische Exegese um Methoden der Soziologie („Soziologie der Jesusbewegung“, u. a.) und später auch der Psychologie. Er legt eine phänomenologische Theologie des Urchristentums vor, genannt „Die Religion der ersten Christen“.

Auf den letzten Seiten des Romans über Erasmus, des fiktiven Rechtsanwalts des in Rom inhaftierten Paulus, zählt Gerd Theißen eine Auswahl seiner Bücher auf, die zu dieser Paulus-Erzählung beigetragen haben und zum Teil auch in den Anmerkungen genannt werden. „Paulus in Rom – eine narrative Exegese, Rezension von Christoph Fleischer, Welver 2018“ weiterlesen

Predigt Amos 5, 21-24, Joachim Wehrenbrecht, Herzogenrath am 11.02.2018 – Tulpensonntag

Verlesung des Textes aus der Lutherbibel 2017:

21 Ich hasse und verachte eure Feste und mag eure Versammlungen nicht riechen – 22 es sei denn, ihr bringt mir rechte Brandopfer dar –, und an euren Speisopfern habe ich kein Gefallen, und euer fettes Schlachtopfer sehe ich nicht an. 23 Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören!

24 Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Niklas Fleischer (c)

Liebe Gemeinde,

Was ist das wieder für ein Text!

Können Sie sich erinnern? Wir evangelischen Predigerinnen und Prediger sind vermeintlich abgestraft worden nicht politisch zu predigen!

„Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den #Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht.“

Das twitterte der Chefredakteur der Welt nach einer Christmette in Berlin und löste damit eine kontroverse Debatte aus.

Den Propheten Amos hat der Chefredakteur wohl nie gelesen. Mit der religiösen Bildung ist es nicht weit her in unserm Land. Bibelwissen – Fehlanzeige.

Heute am Tulpensonntag nur „rote Nelken“ im Text. Dem Gottesdienst als Feier der Innerlichkeit und liturgisch korrekter und schön-festlicher Anbetung Gottes wird eine Absage erteilt. „Predigt Amos 5, 21-24, Joachim Wehrenbrecht, Herzogenrath am 11.02.2018 – Tulpensonntag“ weiterlesen

7 Wochen ohne kneifen, Ankündigung der Homepage

Liebe Mitfastende,

ich bin in einem Verein, in dem meiner Meinung nach einiges schiefläuft. Ob ich das in der nächsten Versammlung ansprechen soll? Mein Freund Jan meint: „Lass es!“ Der Vorstand könne es auf den Tod nicht leiden, wenn jemand Diskussionen anzettle: „Die wollen das durchziehen und nach spätestens anderthalb Stunden fertig sein. Und die meisten Mitglieder sehen das genauso. Wenn du aufstehst und ans Mikro gehst, bist du der Buhmann.“ Natürlich hat er recht, aber soll ich deshalb dazu schweigen? Unser Fastenmotto 2018 ist eindeutig. Es heißt „Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen“. Denn: Debatten sind lästig, aber ohne Rede und Gegenrede kommt eine Gemeinschaft nicht weiter. Zeig dich! Das fiel einem Mönch namens Martin Luther vor 500 Jahren nicht unbedingt leicht. Er rang sich durch. Und vor ihm viele andere, wie die Bibelstellen zeigen, die wir für die Fastenzeit ausgewählt haben: Gott zeigt sich jenen, die mit ihm, also mit der Wahrheit ringen wie Jakob (Woche 1). Und er zeigt sich in den Menschen, die Mitgefühl zeigen, anderen helfen wie der barmherzige Samariter (Woche 2). Zu zeigen, dass man liebt, das kann man von der Frau lernen, die Jesus mit kostbarstem Nardenöl salbt (Woche 3). Dass wir nicht kneifen sollen, wenn wir einen Fehler gemacht haben, zeigt wiederum der Schöpfergott dem nackten Adam, der sich mit schlechtem Gewissen vor ihm versteckt (Woche 4). Widerstände von außen überwindet der blinde Bettler, der voller Hoffnung nach Jesus ruft. Seine Freunde zischen ihm zu, er solle doch die Klappe halten. Zum Glück tut er das nicht (Woche 5). Zu zeigen, wofür man steht, kann schwer sein. „Ich kenne den Menschen nicht“, sagt ein gewisser Simon Petrus drei Mal, als er auf den verhafteten Jesus angesprochen wird. Ja, er kneift (Woche 6). Wie Jona, der erst im Bauch des Walfisches nicht mehr vor Gott und vor sich wegrennen kann. Da endlich sieht er klar: Ich muss raus, mich zeigen, mit den Leuten reden, auch wenn ich mich davor fürchte, auch wenn es unangenehm werden kann (Woche 7).

Und ich? Ich werde mich in der Jahreshauptversammlung zu Wort melden. Und wünsche Ihnen eine Fastenzeit mit offenen Augen und offenem Visier!

Arnd Brummer,
Geschäftsführer der Aktion „7 Wochen Ohne“